Die schwarze Spinne *
Nach Jeremias Gotthelf
Während eines Tauffestes auf einem Bauernhof im Berner Oberland
fällt einem Gast am neuen Bauernhaus ein alter, verwitterter Fens-
terpfosten auf. Auf mehrmaliges Bitten hin erzählt der Ätti, der Groß-
vater, was es mit dem Pfosten auf sich hat. Der Hof gehörte einst Rit-
tern des Deutschen Ordens. Sie unterdrückten die Bauern unbarm-
herzig und zwangen sie zu Frondiensten, so daß die Felder der Bau-
ern unbestellt blieben und eine Hungersnot drohte. In dieser verzwei-
felten Lage bot ihnen der Teufel in Gestalt eines Jägers seine Hilfe
an. Als Lohn verlangt er ein ungetauftes Kind. Die bei den Dörflern
nicht wohlgelittene Bäuerin Christine geht mit dem Teufel den Pakt
ein. Er besiegelt ihn mit einem Kuß auf die Wange. Als ein Kind ge-
boren wird, und man es ihm nicht überläßt, verspürt Christine auf der
Wange einen stechenden Schmerz. Es entsteht ein Fleck, der an-
schwillt und zu einer schwarzen Spinne wird, die Tod und Verderben
über das Tal bringt!
Spieldauer ca. 100 Minuten mit Pause
Zeichnungen: Peter Baumgartner
* Im Tourneerepertoire
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